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FREQUENTLY ASKED QUESTIONS
Welche Alleinstellungsmerkmale bzw. Wettbewerbsvorteile kann BIOPETROL für sich in Anspruch nehmen?
Wer sind die Gründungsväter der BIOPETROL INDUSTRIES?
Die ersten operativen Einheiten der BIOPETROL INDUSTRIES AG wurden 2004 von Schweizer Gesellschaften gegründet, die der Düsseldorfer Unternehmerfamilie Klink gehören und die sich auf nachhaltige Investments in Märkten mit nachwachsenden Rohstoffen fokussieren.
Planen Sie in den General oder Prime Standard der Frankfurter
Börse zu wechseln?
Wir bieten bereits seit der Notierungsaufnahme im Open Market eine möglichst große Transparenz für unsere Anleger. Es ist beabsichtigt, in der zweiten Jahreshälfte 2007 einen Wechsel in einen „regulierten Markt“ prüfen.
Planen Sie eine Dividende?
Wir sind ein Wachstumsunternehmen und planen zunächst, die Kapazität unseres Werkes in Rostock auszuweiten und unser grösstes Werk in Rotterdam aufzubauen, um das Unternehmen unter den TOP 5 der Branche in Europa zu positionieren. In dieser Wachstumsphase schütten wir keine Dividende aus.
Welchen Marktanteil streben Sie in Europa an?
Durch Kapazitätsausbau und Internationalisierung wollen wir unseren Marktanteil in Europa bis 2008 auf etwa 10 % ausweiten.
Warum hat das Unternehmen seinen Sitz in der Schweiz?
Zug in der Schweiz ist ein Zentrum der internationalen Mineralölwirtschaft in Europa. Dort sind alle großen Mineralölgesellschaften und Mineralölhändler vertreten. So sind wir nah an unseren wichtigen Kunden.
Betreiben Sie eine eigene Forschung & Entwicklung?
Wir sind klar auf die Herstellung von Biodiesel und Pharmaglycerin fokussiert und greifen auf neueste Entwicklungen in Produktion und Technik zurück. Unsere Labors sind mit der Überwachung der Qualität der Produkte betraut. Die 2006 gegründete GLYCTEC GmbH, ein Tochterunternehmen der BIOPETROL INDUSTRIES AG, forscht und entwickelt im Hinblick auf eine stetige Verbesserung der Biodieselproduktionsprozesse und sucht nach neuen Produkte auf Basis von Rohglycerin.
Ist Biodiesel „Biosprit“?
Nein. Biodiesel ist nicht „Biosprit“. Unter „Biosprit“ wird Bioethanol verstanden, das Benzin beigegeben wird. Aktuell liegt die Beimischungsquote von Bioethanol im Benzin bei maximal fünf Prozent. Eine Verdopplung dieses Anteils hat Bundesumweltminister Gabriel im April 2008 gestoppt, weil nicht genügend Pkw eine höhere Bioethanol-Beimischung vertragen.
Biodiesel hingegen wird fossilem Diesel beigemischt, aktuell zu fünf Prozent. Der Anteil wird mit Beginn des Jahres 2009 auf sieben Prozent Beimischung erhöht. Ab dem Jahr 2010 strebt die „Roadmap Biokraftstoffe“ der Bundesregierung eine zehn-prozentige Biodiesel-Beimischung an.
Wie ist die Biosprit-Entscheidung des Bundesumweltministers vom April 2008 zu werten?
BIOPETROL begrüßt den Schritt von Umweltminister Gabriel, die beabsichtigte Verdopplung der Beimischung von Bioethanol (E10) zu stoppen. Das ist im Interesse der Autofahrer, weil eine große Zahl von Kraftfahrzeugen nicht mit höheren Quoten beigemischten Bioethanols fahren kann. Die Entscheidung liegt auch im Interesse der Klimaschutzziele, da die erforderliche Kapazität von über 3 Mio. Tonnen Ethanol pro Jahr in Europa nicht zur Verfügung steht und bei Importen zur Zeit nicht gewährleistet ist, dass diese aus nachhaltiger Produktion stammen.
Steht auch die Erhöhung der Beimischung von Biodiesel in Frage?
Nein. Der Anteil wird mit Beginn des Jahres 2009 wie geplant von fünf auf sieben Prozent Beimischung erhöht. Das hat Bundesumweltminister Gabriel in einer Pressekonferenz am 10. April 2008 gesagt. Ab dem Jahr 2010 strebt die „Roadmap Biokraftstoffe“ dann eine zehn-prozentige Beimischung von Biodiesel zu fossilem Diesel an.
Können genug Dieselfahrzeuge eine höhere Beimischung von Biodiesel vertragen?
Ja. Alle deutschen Diesel-PKW vertragen nach Aussagen der Automobilindustrie problemlos Biodiesel-Beimischungen bis 7 Prozent. Ein großer Teil der importierten PKW aus Europa und Asien ist sogar ausgelegt für Beimischungen bis 30 Prozent. Im Nutzfahrzeugsektor haben alle Hersteller – von Daimler Benz bis Volvo – sogar die unbeschränkte Zulassung von Biodiesel (B100) erteilt. Mit der vorhandenen Biodiesel-Kapazität könnte man über die verschiedenen Maßnahmen sogar rechnerisch eine 17-prozentige Beimischung erreichen.
Wird Biodiesel nicht von Konkurrenzprodukten übertrumpft?
Biodiesel der sogenannten ersten Generation ist aktuell und wohl noch für mehrere Jahre der wichtigste regenerative Treibstoff. Volumina von 5 Mio. Tonnen Biodiesel sind aus Produktionslinien der zweiten und dritten Generation, wenn überhaupt, frühestens in 10-20 Jahren verfügbar. Die Frage ist, ob dann ausreichend Biomasse zur Verfügung steht, für die heute schon tendenziell Unterversorgung durch die Konkurrenz der bereits existierenden und der noch geplanten Biogas-, Verstromungs- und Heizungsanlagen befürchtet werden muss.
Sind wir bei Biodiesel auf Importe angewiesen?
Nein. In Deutschland werden zurzeit 29 Millionen Tonnen Dieselkraftstoff verbraucht. Bei einer Beimischungspflicht von fünf Prozent werden entsprechend rund 1,5 Millionen Tonnen Biodiesel konsumiert – bei Produktionskapazitäten von insgesamt fünf Millionen Tonnen pro Jahr. Es ist also nicht erforderlich, die Quote durch Importe zu sichern. Vielmehr könnte die Beimischungsquote noch deutlich erhöht werden – schon allein, um so die Klimaschutzbilanz rasch zu verbessern.
Leistet Biodiesel wirklich einen Beitrag zum Umweltschutz?
Ja. Biodiesel hat in Abgrenzung zu Bioethanol folgende Vorteile:
Erhöht Biodiesel die Nahrungsmittelpreise?
Nein. Biodiesel hat keinen Einfluss auf die Lebensmittelpreise. Der Produktion von Biodiesel liegen ausschließlich Ölpflanzen zugrunde. Dabei kommt es nicht, wie häufig behauptet, zu einem Wettbewerb um Food und Energy. Von den 400 Millionen Tonnen Ölsaaten, die jährlich geerntet werden, gelangen 83,5% (334 Mio. Tonnen) in die Nahrungs- und Futtermittelindustrie und 14% (56 Mio. Tonnen) in die Oleochemie. Nur ganze 2,5% (10 Mio. Tonnen) werden zurzeit zu Biodiesel verarbeitet. Diese 2,5% dürften die beobachteten Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln kaum auslösen. Die wirklich zentralen Ursachen werden im Bevölkerungswachstum und den sich verändernden Ernährungsgewohnheiten der Menschen in Schwellenländern wie Indien und China liegen. Sie führen zu einer erhöhten Nachfrage nach Fleisch oder Milchprodukten und wirken damit preistreibend.
Was bedeutet „nachhaltig“ für BIOPETROL?
Fortschritt ist ein kontinuierlicher Prozeß. Wir arbeiten an mehreren Stellen an der Verbesserung der Ökobilanz unseres Unternehmens: Bei der Produktion verwenden wir vermehrt Kreislaufstrategien für Wasser, Energie und Abwasser; wir nutzen die Koppelprodukte optimal durch Wiedereinschleusung in den Kreislauf oder durch Verlängerung der Wertschöpfungskette; wir erhöhen kontinuierlich die Ausbeute der Ausgangsstoffe. Zusammen mit Forschungsinstituten und Anlagenherstellern arbeiten wir an alternativen Ausgangsstoffen, wie zum Beispiel Algen als Ersatz für Pflanzenöl. Auf keinen Fall können wir warten, bis der „optimale“ Weg gefunden ist. Eine zumindest teilweise Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern ist auch heute schon das Gebot der Stunde.
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